Jeremie

von 27 Sep 2020Patenkinder, Schule

2020 27.Sept

Mit zwei weiteren Deutschen reiste ich im November 2017 das erste Mal in diese fremde Welt: Demokratische Republik Kongo, Bukavu. Nach drei Wochen Arbeit in einem kleinen Krankenhaus in einem Armenviertel in Bukavu, Ostkongo, war mir klar: hier will ich wieder hin! Und ich kam wieder. 

Fasziniert hat mich die Pünktlichkeit, die Arbeitseinstellung der Mitarbeiter im Krankenhaus, die Gastfreundschaft, das Essen, die wunderschöne, reiche Natur und Artenvielfalt.

Bedrückt hat mich die Armut, die Hektik auf den Straßen, die unglaublich schlechten Arbeitsbedingungen und Strassenverhältnisse.

Und dann war da Jeremie.

Es ist einfach so, dass einem als Arzt ein Patient sehr ans Herz wachsen kann. So war es mit diesem 14 jährigen Jungen, der ständig Bauchschmerzen hatte und wir den Grund nicht finden konnten. Nach mehreren Tage der wiederholten Diagnostik (im Rahmen der hiesigen Möglichkeiten) haben wir (doch) operiert, weil einfach unklar blieb, was in seinem Bauch abging. 

Leider gibt es hier im Kongo keine Krankenversicherung. Könnte sich auch kein Mensch leisten – 80% der Bevölkerung verdient weniger als 1$/Tag.

Und so blieb Jeremie im Krankenhaus, obwohl er schon gesund war. Das irritierte mich.

Nach und nach erfuhr ich mehr: Patienten bleiben ‚als Pfand‘ im Krankenhaus, bis jemand zumindest etwas der Rechnung begleicht. Und seine Kosten beliefen sich auf ~400$. Er wäre monatelang drin geblieben und hätte – aufgrund der langen Fehlzeiten – seine Schulklasse wiederholen müssen, was sich viele Menschen auch nicht leisten können und somit die Kinder oft gar nicht mehr in die Schule schicken.

Das wollte ich unbedingt vermeiden und durch eine Spende konnten wir die Krankenhauskosten für Jeremie bezahlen. Was für eine Freude für seine Mutter und ihn!!!!

Auch fanden sich ein Spender, der seine Schulkosten jährlich übernimmt!

Damit war der Weg gebahnt für ein Patenschaftsprojekt. Dieses wurde immer größer, was auf der Website nachzulesen ist.
Wir haben nun Jeremie jedes Jahr besucht. Zwischenzeitlich war er nochmal im Krankenhaus gewesen. Jetzt ist er in der weiterführenden Schule.
Seine Mutter hat früher die Schule nie abschließen können, aber durch die Nähschule des JeremieProjectCongo konnte sie eine Ausbildung erwerben und nun für ihre Familie verdienen. 

Und dann kam etwas, das uns Tränen in die Augen treibt:

Jeremie erzählte einem Journalisten: “Ich will mal Arzt werden! Dabei gehts mir nicht ums Geld (im Kongo verdient man eh nicht viel als Arzt), sondern ich will für die Menschen, die in den gleichen Umständen aufwachsen wie ich, das tun, was für mich gemacht wurde.” 

Er hat es zu einem ‚Fremden‘ gesagt – was ich noch krasser finde, als wenn er es zu uns direkt gesagt hat. Es wäre das Coolste für mich, wenn er das schafft und ich will ihn darin unterstützen. 

Hilf uns, ihm das zu ermöglichen!!!!!

Mit deinem Beitrag kann das Leben eines Individuums positiv beeinflusst werden.

Jeremies Leben wurde positiv beeinflusst.

Stop for the Individual 

Make a difference in a life

If you can’t feed 100 people – just feed one (Mother Theresa)

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