Kashusha – das Bauprojekt

von 16 Sep 2020Ausbildungszentrum, Kashusha

2020 22.Sept

Wir haben (endlich) Wasser! Für deutsche Verhältnisse vielleicht ungewöhnlich, für hier sehr kurz: 6 Tage nach Baubeginn hatten wir eine Anschluss an das örtliche Frisch-Wassersystem. Endlich müssen die Frauen (ja, das machen hier die Frauen) die 25 L Kanister nicht mehr auf dem Rücken/Nacken zur Baustelle schleppen. Ein Kanister hat zudem 2$ gekostet – auch das ist sehr viel. In dieser Region um Kashusha herum, gibt es viele Projekte, die von reichen Kongolesen geführt werden oder auch von internationalen Organisationen. Das Wassersystem ist auch ein gesponsortes Unternehmen, daher bezahlen wir nur 10$ pro Monat. Wir sind gespannt, wie der Wasserdruck auf Dauer aussieht. Gegebenenfalls müssen wir uns noch eine eigene Pumpe installieren. Denn die Region Kashusha wird immer beliebter. Es ist etwas außerhalb der Großstadt, wunderschöne Natur und guter Boden, unweit von dem Nationalpark gelegen, noch nicht so weit in die dörfliche Region, dass man vor Rebellen Angst haben muss. Hoffen wir.

Die Fundamente des JeremieProjectCongo-Ausbildungszentrum sind bereits betoniert. Der Stahl gebogen und nun werden die Säulen betoniert und die Grundmauern gemauert. Ich bin gespannt, wie es aussieht, wenn wir morgen wieder hinfahren. Allerdings regnet es zur Zeit so viel, dass wir immer genau planen müssen, dass wir nicht voll im Regen, damit im Matsch und unendlichem Stau landen. Denn wenn es hier regnet, ist alles überschwemmt. Autos können davongerissen werden, man hört sein eigenes Wort mehr. Unsere Bleibe hier in einem schwedischen Missionsgelände benötigt auch Reparatur: ich kann kaum schlafen, wenn es so schlimm regnet, da das Dach undicht zu sein scheint und es auf unsere Decke tropft…. Wie lange es das Holz noch aushalten wird? 🙂

2020 16. Sept

Der Bau geht gut voran. Wir waren sehr erstaunt über die Geschwindigkeit. Eine befreundete Missionarin hier vor Ort seit 4 Jahren meinte: dann seid ihr die Einzigen, die das erleben 🙂

Na gut, wir haben auch schon viel gewartet. Eine Journalistin kam nicht, rief uns dann an und meinte, wenn wir nicht warten bis sie kommt, wird sie ihren Job verlieren (da der Arbeitgeber mitbekommen hatte, dass sie nicht auftauchte). Aber man hat ja noch andere Termine. Die Leute, die uns die Wasseranschlüsse (ja, immerhin haben wir diese in greifbarer Nähe) anschließen sollten, sind einfach gar nicht gekommen. Manches dauert doch Zeit, und nimmt sehr viel Energie von denen, die verantwortlich für den Bau sind. Die Bauarbeiter sind richtig krass drauf. Wie schnell die einen Baum fällen, Stahl biegen, ausgraben, Beton auf dem Boden mischen und Pfeiler betonieren – es ist schon viel erledigt worden. Der Regen zwingt sie immer wieder zu Pausen, aber das ist halt so. Letzte Nacht war ein krasses Gewitter, direkt über uns, es hat so schlimm auf unser Flachdach geprasselt, dass man sein eigenes Wort nicht mehr hören konnte. Jeder Bauarbeiter bringt was mit, so dass sie sich in einer Pause gemeinsam was kochen können!

2020 15. Sept

Sie müssen gleich am Donnerstag letzte Woche angefangen haben: eine stabile Holzhütte für die Zementsäcke und den Watchkeeper steht. Mit Vorhängeschloss. Das komplette Fundament ist ausgehoben: für das 200qm große Haus eine ganz schöne Ecke… 60cm tief (50cm tief reicht die Muttererde, darunter ist ähnlich schwere, aber etwas hellbraunere Erde). Ein Mann biegt den Stahl, der in den Beton stabilisiert. Ich probier das auch gleich mal…. brauch nur doppelt so lange, wie er. Aber es war witzig. Alles Handarbeit, schweißtreibend. Gut, dass es nun bei Beginn der Regenzeit nicht mehr so warm ist – auch wenn die Sonne zwischen 12:00 und 15:00 schon brennt. Aber gut ist, dass es noch nicht so viel regnet. Würden alles verlangsamen. Die schweren Steine für den Beton, die Zementsäcke (50kg), der Sand usw wird auf der Straße abgeladen und von den Männern auf das Gelände getragen. Nicht weit aber schwer. Und wieder komme ich ins Gespräch mit Menschen, die so interessiert sind, alles wissen wollen, ihr englisch ausprobieren wollen und dann am Schluss: ich brauch nen Job, kannst du mir helfen….. Zum Glück kann ich sie immer verweisen auf den Verantwortlichen Überseher der Baustelle. Jeder braucht hier einen Job. Keiner hat eine Ausbildung….

Hier ist das Ausbildungszentrum am richtigen Fleck!!!

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