Aktuelles / Infos

Welcher Patient freut sich nicht, wenn er endlich das Krankenhaus

verlassen kann…. Bei O. (10 Jahre) kam alles anders.

Er litt an einer Erkrankung, die in unserem Land so gut wie

unbekannt ist. Wir können uns sogar impfen, und, wenn wir in

Gebiete reisen, die damit konfrontiert sind, lernen wir mindestens

durch Dr. Google, wie man sich vor dieser Erkrankung schützen

kann:

 

Typhus abdominalis / typhoides Fieber

 

 

Ein Bakterium (Salmonella Typhi), das über verunreinigtes

Trinkwasser oder unsaubere Nahrungsmittel übertragen wird.

 

Als gute Touristen wissen wir: Peel it - Boil it - cook it - or forget it:

bedeutet, wir wissen, wie und was man in ‚solchen‘ Ländern isst,

was Hygiene ist und wann man sich die Hände wäscht.

 

Der kleine Junge war wahrscheinlich froh, dass er überhaupt etwas zu essen bekam und ausreichende Bildung ist (noch) nicht vorhanden, geschweige denn Dr. Google. Als er dann Fieber bekam hoffte die arme Familie, dass es so weg geht - denn mit 1/2$ Einkommen pro Tag (laut Mutter), konnte sie sich eine Vorstellung beim Arzt nicht leisten.

 

 

Als dann jedoch starke Bauchschmerzen dazu kamen war ein Krankenhausvorstellung nicht mehr zu umgehen - denn das Bakterium frisst sich durch die Darmwand und hinterlässt, was wir „akutes Abdomen

aufgrund einer Perforation“ nennen, was sogar zum Tod führen kann.

 

Der Junge benötigte mehrere Operationen, unter anderem einen vorübergehenden künstlichen Darmausgang, um die Entzündung im Bauchbereich abzukühlen.

 

Gegen Ende der Behandlung hat Dr. Patrick mit O´s Mutter gesprochen - sie könne eventuell irgendwann (?) 100$ auftreiben…. Aber an eine baldige Entlassung, damit O. erneut die Schule besuchen kann, wäre nicht zu denken.

 

Durch einige Spendengelder über das Jeremieproject war es uns möglich, O. zu entlassen. Wir - und die Mutter - sind SEHR dankbar, denn die Ärmsten der Armen in der Dem.Republik Kongo bekommen so gut wie keine Unterstützung.

 

O. will weiterhin zur Schule gehen - die Schulgebühren kann die Mutter nicht aufbringen. Er hat neun Geschwister, von denen drei bedauerlicherweise bereits verstorben sind. Die Mutter versucht die Familie mit dem Verkauf von Gemüse auf der Straße über Wasser zu halten - die Kinder bekommen höchstens 1-2 Mal pro Tag etwas zu essen. Der Vater konnte keine Arbeit finden und verschwand vor 6 Jahren. 

 

Wir haben Pateneltern für diesen kleinen Jungen gefunden. Dr. Patrick kann der Familie nun sogar noch persönlich berichten.

 

Wir möchten nicht nur finanziell helfen, sondern den Leuten erklären, was wir in Zukunft planen:

Hilfe zur Selbsthilfe und Verständnis dafür, dass nur 'Geld bringen' ihnen langfristig nicht helfen wird.

Es ist noch ein weiter Weg desn Umdenkens -> heraus aus dem Leben und dem Denken der (v.a. älteren) Menschen, die die Kolonialzeit und deren (sklavischer) Auswirkungen noch kennen.

 

 

i.A. Tabea und Patrick Riziki

Vorträge:

Dr. Patrick Riziki ist derzeit in Deutschland - gerne halten wir (auch private) Vorträge


19.03.19 - 14:30

Ehrhart-Schott-Schule in der Aula

Lessingstraße 18

68723 Schwetzingen



Bei Interesse, einen Vortrag zu ver- anstalten, Anfrage bitte per E-mail:

tabea@jeremieprojectcongo.com

Infoveranstaltungen in Bukavu, Kongo



Vorträge gibt es nicht nur in Deutschland, sondern jetzt  auch vorort.


Berichte/Anzeigen


Infobroschüre des St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH - SPIRIT 24, Ausgabe Juni 2018




Mannheimer Morgen - 04.Sept.2018



 

 

Scheckübergabe - Spende der

evang. Kirchengemeinde Brühl

 

 

 

Schwetzinger Zeitung - 13.Jan.2019

 

 

Batterie - Scheinwerfer für das

Chahi-Krankenhaus

 

 

Dr. Patrick Riziki hat bei  seinem letzten und

ersten Deutschlandbesuch LED-Schein-

werfer für das Chahi-Krankenhaus gespendet

bekommen.

Hier ist er bei der  Übergabe  zu sehen.

 

4 Minuten Infobericht zum

Jeremie Project Congo


In der Demokratischen Republik Kongo gibt es sozial benachteiligte Kinder, deren Eltern nicht in der Lage sind, ihrem Kind die Schule zu finanzieren. Diesen Kindern soll mit einem Patenschaftsprogramm eine Schulausbildung ermöglicht werden.


Kurzinformationen über die Demokratische Republik Kongo:

- Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, das zweitärmste Land Afrikas und gleichzeitig

das zweitgrößte Land Afrikas.


- Es ist bekannt für Bürgerkrieg, Flüchtlingsströme, Ebola, politische Unsicherheit und

Instabilität, Armut, Gewalt, Kriegsverbrechen und Korruption. Es gibt über 400.000 unterernährte Kinder .


- Das Land  ist weiter bekannt für unendliche Weite, für Gorillas, für wunderschöne Natur,

als auch für nicht erschlossene Dschungel und Tropen.


- Die meisten Menschen müssen mit einem Dollar pro Tag auskommen und können sich

ärztliche Behandlungen und Bildung nicht leisten.


John F. Kennedy hat recht wenn er sagt: Es gibt nur eine Sache, die auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.


Mit diesem Wissen hat Dr. med. Tabea Kasielke als Ärztin in der Demokratischen Republik Kongo erlebt, wie vor allem Kinder keinen Ausweg aus der Armut finden, wenn ihnen nicht von außen geholfen wird. Durch die politische Instabilität werden gerade die Ärmsten der Armen nicht versorgt.


Tabea Kasielke hatte ein besonders prägendes Erlebnis:

Es wurde ein kleiner Junge mit Namen Jeremie im Chahi Hospital von ihr operiert. Die Krankenhauskosten von ihm konnten von seinen Eltern nicht bezahlt werden. Deshalb musste er im Krankenhaus bleiben. Andere Patienten bleiben manchmal drei, manchmal sechs, manchmal sogar sieben Monate im Krankenhaus, bis die Krankenhauskosten bezahlt sind. Bei so viel Fehlzeit erlaubt die Schule nicht, dass das Kind weiter in der Schule am Unterricht teilnehmen kann.

Bei dieser Operation lernte sie Dr. med. Patrick Riziki kennen. Dieser Arzt hatte durch seine Familie die Möglichkeit bekommen, eine Schulbildung zu erwerben und ein Studium zu machen. Jetzt hilft er mit seinem Gehalt seinen Geschwistern, ebenfalls eine gute Ausbildung zu erhalten.


Mit Dr. Riziki hat Tabea Kasielke ein Patenschaftprogramm gegründet. Dieses Programm wurde nach Jeremie benannt, der von ihr operiert wurde!

Mit diesem Patenschaftprogramm soll Kindern eine Schulausbildung ermöglicht werden.

Es soll ein Dominoeffekt entstehen, so dass im Endeffekt die ganze Familie davon profitiert und lernt, auch für sich selbst zu sorgen.

Das Programm ist in den Kinderschuhen und wir freuen uns darüber, dass wir es jetzt hier vorstellen dürfen. Wir danken für Ihre Unterstützung.

Wer sich näher informieren möchte, kann gerne den Infoflyer mitnehmen. Zusätzliche Informationen mit aktuellen Berichten finden Sie auf unserer Homepage.

Kongo, Bukavu

Die Demokratische Republik Kongo hat ca. 79 Mio Einwohner (2,3 Mio km²).

Auf 10.000 Einwohner kommt ein Arzt.

In Deutschland kommt auf ca. 280 Einwohner ein Arzt.

Mehr als die Hälfte der Einwohner lebt von weniger als 1 US-Dollar pro Tag.


Bukavu hat mehr als 1,5 Mio Einwohner. (Internetangaben von

>800.000 EW ist nicht mehr aktuell durch die Landflucht)

Diese Stadt ist ganz im Osten des Landes an der Grenze zu Ruanda.

Das Chahi Hospital liegt direkt dort, wo die Ärmsten der Armen wohnen:

überfüllte Straßen, viele kaputte Familien, Arbeitslosigkeit, viele

Straßenkinder. Daher leider viele Gewalttaten und sexueller Missbrauch,

sowie Waisenkinder oder Kinder, die von ihren Eltern im Stich gelassen werden.


Die Alphabetisierungsrate beträgt 62%, in Deutschland liegt sie über 99%.


Wirtschaftliche Situation

Im Kongo betrug 2016 das Bruttonationaleinkommen 420 US-Dollar je Einwohner.

Damit zählt die Demokratische Republik Kongo zu den ärmsten Ländern der Welt. 

In Deutschland betrug 2016 das Bruttonationaleinkommen 43.660 US-Dollar je Einwohner.


Gemessen am Human Development Index (Stand 2016) steht die Demokratische Republik Kongo an 176. Stelle. Es gibt nur zwölf Länder, die noch ärmer sind.

Deutschland steht auf diesem Index an 4. Stelle, nach Norwegen, Australien und der Schweiz.